Aktivierungsgebühr (activation fee)
Eine einmalige Gebühr, die Sie bei manchen Futures-Firmen nach bestandener Bewertung zahlen, damit Ihr Funded-Konto freigeschaltet wird. Deshalb vergleichen wir bei Futures den Preis pro Versuch, also die erste Zahlung für die Bewertung und die Aktivierungsgebühr zusammen. Viele Firmen bieten auch eine Variante ohne Aktivierung an, die am Anfang mehr kostet.
Auszahlung (payout, reward)
Das Geld, das Ihnen die Firma aus dem Gewinn auf dem Funded-Konto überweist. Unter Tradern heißt sie meist einfach Payout. Je nach Firma können Sie sie nach einer bestimmten Frist beantragen, etwa nach 14 Tagen, oder jederzeit auf Anfrage. Ausgezahlt wird per Banküberweisung, über Zahlungsdienste oder in Kryptowährung, und manche Firmen verlangen dafür eine Gebühr.
Best-Day-Regel (best day rule)
Eine Form der Konsistenzregel: Der Gewinn Ihres besten Tages darf einen bestimmten Anteil am Gesamtgewinn nicht übersteigen, etwa 40 oder 50 %. In der Praxis müssen Sie das Gewinnziel also auf mindestens zwei oder drei Tage verteilen.
Challenge (evaluation)
Die Bewertung, die Sie bestehen müssen, bevor Sie ein Funded-Konto erhalten. Sie sollen ein Gewinnziel erreichen, ohne die Verlustgrenzen zu überschreiten. Meist besteht sie aus einer oder zwei Phasen. Die Gebühr richtet sich nach der Kontogröße. In der Regel zahlen Sie einmalig, bei einem Teil der Futures-Firmen dagegen ein monatliches Abo.
Copy Trading
Das Kopieren von Trades aus einem anderen Konto. Zwischen eigenen Konten bei derselben Firma ist das oft erlaubt. Fremde Signale oder die Trades anderer Personen zu kopieren, verbieten die meisten Firmen.
Demokonto (demo, simulated account)
Ein Konto mit fiktivem Geld, dessen Trades nicht am echten Markt ausgeführt werden. Prop Firmen führen die Challenge und meist auch die Funded-Konten als Demokonten. Für Sie heißt das: Mehr als die Gebühr können Sie nicht verlieren, und Auszahlungen erhalten Sie als Vergütung für den simulierten Gewinn.
EA, Expert Advisor (expert advisor)
Ein automatisches Handelsprogramm, auf der Plattform MetaTrader Expert Advisor genannt. Prop Firmen erlauben automatisierten Handel meistens, verbieten aber gekaufte oder geteilte Roboter, mit denen viele Leute gleichzeitig handeln, und Strategien, die Schwächen der Simulation ausnutzen. Einige Futures-Firmen verbieten ihn ganz.
EOD und Intraday Drawdown (end-of-day, intraday trailing drawdown)
Zwei Varianten des Trailing Drawdowns, die Ihnen vor allem bei Futures-Firmen begegnen. Der EOD Drawdown (End of Day) richtet sich nach dem Kontostand bei Handelsschluss, Schwankungen während des Tages heben die Grenze also nicht an. Überwacht wird sie trotzdem laufend, Sie dürfen also auch tagsüber nicht darunter fallen. Der Intraday Drawdown zieht in Echtzeit mit dem höchsten Kontostand einschließlich offener Positionen mit und ist deshalb strenger. Bei beiden bleibt die Grenze meist beim Startguthaben oder knapp darüber stehen.
Equity
Der aktuelle Wert des Kontos einschließlich Gewinn oder Verlust aus offenen Positionen. Die Verlustgrenzen werden meist anhand der Equity überwacht. Sie können ein Limit also auch mit einem Trade verletzen, der noch gar nicht geschlossen ist.
Funded-Konto (funded account)
Das Konto, das Sie nach bestandener Challenge bekommen. Sie handeln darauf nach denselben oder ähnlichen Regeln und erhalten aus dem Gewinn Auszahlungen. Bei den meisten Firmen ist auch das eine simulierte Umgebung, die Auszahlungen bekommen Sie aber in echtem Geld.
Futures (futures contract)
Ein Börsenkontrakt über Kauf oder Verkauf eines Basiswerts, etwa des S&P 500, von Rohöl oder Gold, zu einem vorab festgelegten Preis. Futures Prop Firmen arbeiten mit Kontrakten der US-Börse CME. Gehandelt wird nicht in Lots wie im Forex, sondern in ganzen Kontrakten und nur zu den Handelszeiten der Börse.
Gebührenerstattung (refund)
Manche Firmen erstatten Ihnen die Challenge-Gebühr, meist zusammen mit der ersten oder einer späteren Auszahlung vom Funded-Konto. Andere erstatten nichts, sind dafür aber oft günstiger. Wenn Sie die Challenge nicht bestehen, bekommen Sie die Gebühr in der Regel nicht zurück.
Gewinnbeteiligung (profit split)
Wie viel Prozent des Gewinns auf dem Funded-Konto Sie bekommen. Üblich sind 80 bis 90 %, mit Kontoskalierung oder einem kostenpflichtigen Add-on bis zu 100 %. Den Rest behält die Firma.
Gewinnziel (profit target)
Der Gewinn, den Sie in einer Phase erreichen müssen, angegeben in Prozent des Startguthabens. Bei einem Ziel von 10 % auf einem Konto mit 100.000 € müssen Sie 10.000 € verdienen. Auf dem Funded-Konto gibt es in der Regel kein Gewinnziel mehr.
Halten über Nacht (overnight holding)
Ob Sie Positionen über das Ende des Handelstages hinaus offen lassen dürfen. Futures Prop Firmen verbieten das fast immer und schließen offene Positionen selbst zwischen 16 und 17 Uhr New Yorker Zeit, in Deutschland also etwa zwischen 22 und 23 Uhr. Forex-Firmen erlauben das Halten über Nacht meistens.
Halten übers Wochenende (weekend holding)
Ob Sie Positionen übers Wochenende offen lassen dürfen, wenn die Märkte geschlossen sind. Nach dem Wochenende kann der Markt mit einer Kurslücke öffnen, und der Trade wird zu einem anderen Preis geschlossen als erwartet. Manche Firmen erlauben das nur mit einem bestimmten Kontotyp oder einem Add-on.
Handel bei News (news trading)
Trades rund um wichtige Wirtschaftsdaten, wenn sich der Markt stark bewegt. Manche Firmen erlauben das ohne Einschränkung, andere verbieten neue Trades einige Minuten vor und nach der Veröffentlichung oder rechnen aus solchen Trades nur einen Teil des Gewinns an.
Handelsplattform
Das Programm, in dem Sie handeln. Bei Forex Prop Firmen begegnen Ihnen am häufigsten MetaTrader 4 und 5, cTrader, TradingView, Match-Trader und DXtrade, bei Futures-Firmen NinjaTrader, Tradovate, Rithmic und eigene Plattformen der Firmen. Die Plattform wählen Sie meist beim Kauf der Challenge, später lässt sie sich nicht mehr wechseln.
Hebel (leverage)
Das Verhältnis zwischen der Größe einer Position und dem Kapital, das Sie dafür brauchen. Mit einem Hebel von 1:100 eröffnen Sie mit 1.000 € Kapital eine Position über 100.000 €. Bei Prop Firmen liegt der Hebel im Forex meist bei 1:30 bis 1:100, bei Indizes und Kryptowährungen niedriger.
Hedging
Das Eröffnen gegenläufiger Positionen im selben Markt. Auf einem einzelnen Konto ist das meist erlaubt. Hedging über mehrere Konten hinweg oder zwischen Konten bei verschiedenen Firmen ist dagegen fast überall verboten und führt zur Schließung der Konten.
HFT (high frequency trading)
Hochfrequenzhandel, also sehr viele Trades in sehr kurzer Zeit, meist per Programm. Prop Firmen verbieten ihn fast immer, ebenso Latency Arbitrage und Tick Scalping.
Instant Funding
Ein Funded-Konto ohne Challenge: Sie zahlen, handeln sofort und können Auszahlungen beantragen. Das ist deutlich teurer und meist an strengere Regeln geknüpft, etwa einen Trailing Drawdown, eine Konsistenzregel oder eine niedrigere Gewinnbeteiligung.
Konsistenzregel (consistency rule)
Eine Regel, die verhindern soll, dass der Gewinn aus einem einzigen Glückstreffer oder Glückstag stammt. Am häufigsten gibt es sie als Best-Day-Regel. Andere Firmen begrenzen, wie viel Gewinn an einem Tag angerechnet wird, zum Beispiel 2 oder 3 % des Kontos. Wer die Regel nicht erfüllt, verliert das Konto meist nicht, sondern muss weiterhandeln, bis das Verhältnis wieder stimmt.
Kontoskalierung (scaling plan)
Ein Programm, bei dem die Firma Ihr Funded-Konto für gute Ergebnisse schrittweise vergrößert und manchmal auch die Gewinnbeteiligung erhöht. Voraussetzung ist meist ein bestimmter Gewinn über mehrere Monate und die Einhaltung der Regeln. Achtung: Manche Firmen begrenzen die maximale Kontogröße für Trader aus bestimmten Ländern.
Kontostand (balance)
Der Stand des Kontos nach geschlossenen Trades. Offene Positionen zählen erst mit, wenn Sie sie schließen. Vom Startguthaben aus werden die meisten Limits und Ziele berechnet.
KYC (know your customer)
Die Identitätsprüfung, die Firmen spätestens vor der ersten Auszahlung verlangen. Meist laden Sie einen Ausweis, einen Adressnachweis und manchmal ein Selfie hoch. Ohne bestätigtes KYC gibt es keine Auszahlung.
Lot
Die Einheit für die Größe eines Trades. Ein Standard-Lot im Forex sind 100.000 Einheiten der Basiswährung, 0,1 Lot ist ein Mini-Lot und 0,01 Lot ein Mikro-Lot. Die Lotgröße bestimmt zusammen mit dem Stop-Loss, wie viel Sie bei einem Trade verlieren können.
Maximaler Gesamtverlust (max loss, max drawdown)
Die Grenze, unter die Ihr Konto nie fallen darf. Bei einem maximalen Gesamtverlust von 10 % auf einem Konto mit 100.000 € darf die Equity nicht unter 90.000 € sinken. Wer die Grenze unterschreitet, verliert das Konto, auch wenn er bis dahin im Plus war.
Mindesthandelstage (minimum trading days)
Die Mindestzahl an Tagen, an denen Sie handeln müssen, bevor eine Phase als bestanden gilt oder Sie eine Auszahlung beantragen können. Selbst wenn Sie das Gewinnziel an einem Tag schaffen, müssen Sie warten, bis diese Tage erfüllt sind. Als Handelstag zählt meist jeder Tag, an dem Sie mindestens einen Trade eröffnet haben.
Mini- und Mikrokontrakt (contract, mini, micro)
Die Handelseinheit bei Futures. Prop Firmen bieten vor allem Minikontrakte und die zehnmal kleineren Mikrokontrakte an. Beim E-mini S&P 500 ist ein Punkt Bewegung 50 US-Dollar wert, beim Mikrokontrakt 5 US-Dollar. Futures Prop Firmen begrenzen, wie viele Kontrakte Sie gleichzeitig offen haben dürfen, und zehn Mikrokontrakte zählen dabei meist wie ein Mini.
Monatsabo (monthly subscription)
Eine Zahlungsart bei einem Teil der Futures-Firmen: Sie zahlen für die Bewertung nicht einmalig, sondern jeden Monat, bis Sie bestehen oder das Abo kündigen. Wer im ersten Monat besteht, zahlt oft weniger als bei einer Einmalgebühr. Wer mehrere Monate braucht, zahlt mehr.
Phase (phase, step)
Ein Abschnitt der Challenge mit eigenem Gewinnziel. Bei zweiphasigen Programmen liegt das Ziel in der ersten Phase meist höher, etwa bei 8 bis 10 %, in der zweiten Phase (Verifizierung) niedriger, um die 5 %. Einphasige Programme haben nur ein Ziel, dafür aber meist strengere Verlustgrenzen.
Pip
Die kleinste übliche Kursbewegung eines Währungspaars, bei den meisten Paaren die vierte Nachkommastelle (0,0001), bei Paaren mit dem Yen die zweite (0,01). Bei einem Standard-Lot auf einem Paar mit dem US-Dollar als zweiter Währung ist ein Pip 10 US-Dollar wert.
Probekonto (free trial)
Eine kostenlose Probeversion der Challenge. Damit lernen Sie Regeln, Plattform und Kundenbereich kennen, bevor Sie etwas bezahlen. Auszahlungen gibt es darauf nicht, und sie läuft meist nur begrenzte Zeit.
Prop Firma (proprietary trading firm)
Ein Unternehmen, das Tradern simuliertes Kapital zur Verfügung stellt und den Gewinn mit ihnen teilt. Zuerst zahlen Sie eine Gebühr und durchlaufen eine Bewertungsphase (Challenge). Halten Sie die Regeln ein, bekommen Sie ein Funded-Konto, und die Firma zahlt Ihnen einen Anteil am erzielten Gewinn aus. Ihr eigenes Geld riskieren Sie dabei nur in Höhe der Gebühr. Ausführlich im Artikel Was ist Prop Trading?
Rabattcode (promo code, coupon)
Ein Code, den Sie bei der Bestellung der Challenge eingeben, damit der Preis sinkt. Manche Firmen haben keine Codes und geben den Rabatt direkt im Preis weiter. Codes lassen sich meist nicht kombinieren und haben oft Bedingungen, zum Beispiel nur für Neukunden oder nur für ein bestimmtes Programm. Aktuelle geprüfte Rabatte finden Sie in unserer Rabattübersicht.
Reset
Ein neuer Versuch der Challenge mit denselben Kontoeinstellungen, oft günstiger als ein Neukauf. Forex-Firmen bieten ihn meist nach einem Regelverstoß an, manchmal nur für begrenzte Zeit, etwa 7 Tage. Bei Futures-Firmen können Sie das Konto oft jederzeit zurücksetzen.
Sicherheitspuffer (buffer, safety net)
Der Betrag, um den das Funded-Konto über das Startguthaben wachsen muss, bevor Sie Gewinn abheben dürfen. Bei Futures-Firmen entspricht er meist dem maximalen Verlust oder liegt 100 US-Dollar darüber. Bei einem Konto mit 50.000 US-Dollar und einem maximalen Verlust von 2.000 US-Dollar können Sie zum Beispiel erst den Gewinn über 52.000 US-Dollar abheben.
Spread und Kommission (spread, commission)
Die Kosten jedes Trades. Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs, die Kommission eine feste Gebühr pro gehandeltem Volumen. Manche Konten haben einen niedrigen Spread plus Kommission, andere einen höheren Spread ohne Kommission. Ins Gewicht fallen die Kosten vor allem, wenn Sie oft handeln.
Statischer und Trailing Drawdown (static, trailing drawdown)
Zwei Arten, den maximalen Verlust zu berechnen. Beim statischen Drawdown wird die Grenze einmal vom Startguthaben aus festgelegt und bewegt sich nicht. Der Trailing Drawdown wandert mit Ihrem höchsten Kontostand nach oben, Gewinne vergrößern Ihren Spielraum also nicht. Bei manchen Firmen bleibt die mitlaufende Grenze stehen, sobald sie das Startguthaben erreicht.
Swap
Eine Gebühr oder Gutschrift für das Halten einer Position über Nacht. Sie ergibt sich aus dem Zinsunterschied der beiden Währungen und kann sich bei lange gehaltenen Trades summieren.
Tagesverlustlimit (daily loss limit, daily drawdown)
Wie viel das Konto an einem Handelstag höchstens verlieren darf, zum Beispiel 5 % des Startguthabens. Auch Verluste aus offenen Positionen zählen mit. Wann der Tag beginnt und von welchem Betrag aus das Limit berechnet wird, regelt jede Firma anders, ein Blick in die Bedingungen lohnt sich also. Bei Forex-Firmen bedeutet ein Verstoß meist das Ende des Kontos. Bei Futures-Firmen wird oft nur der Handel bis zum Ende des Tages gesperrt, und das Konto läuft weiter.
Zeitlimit (time limit)
Die Zeit, in der Sie eine Phase bestehen müssen. Die meisten Programme haben heute kein Zeitlimit mehr. Manche verlangen aber, dass Sie in einem bestimmten Zeitraum mindestens einmal handeln, etwa alle 30 oder 60 Tage, sonst wird das Konto wegen Inaktivität geschlossen.
Die Regeln der einzelnen Firmen und ihre aktuellen Rabatte finden Sie im Prop Firmen Vergleich und in der Rabattübersicht.